In Allgemein, Ordnung im Kopf

2023 – zu welchen Menschen gehörst du? Machst du gerne Pläne für das neue Jahr? Fällt es dir schwer, das alte Jahr zu verabschieden? Unsere Wiener Kollegin Katrin Miseré hält ihre Rückschau und möchte dich einladen, deine Erfolge aus dem vergangenen Jahr für das neue Jahr zu nützen. Und falls dein Ziel für 2023 ist, endlich Ordnung zu schaffen, stärkt sie dir den Rücken. Denn – so sagt sie – du hast schon alle Fähigkeiten die du dafür brauchst. 

 

Gnädige Rückschau

Ich habe das große Privileg, den ersten Blogartikel für das Jahr 2023 schreiben zu dürfen. Ein frisches Jahr liegt vor uns. Aber so ganz haben wir das alte Jahr natürlich noch nicht abgeschüttelt. Die wunderbaren Momente, die schmerzhaften Ereignisse. Die Herausforderungen, die Erfolge, die Rückschläge. Was davon wird das neue Jahr prägen? Was davon wollen wir am liebsten so schnell wie möglich vergessen? Und was hat das alles überhaupt mit unserem Thema – der Ordnung zu tun?
Ich möchte dich mit meinem Jahresrückblick einladen, auch dein Jahr ein wenig Revue passieren zu lassen und das mit einem gnädigen Blick. 

 

Das Jahr 2022 im Ordnungsservice

In unserem Netzwerk, dem Ordnungsservice, hat sich wie in jedem Jahr viel getan. Wir haben neue Kolleg*innen dazubekommen, andere haben sich für andere Wege entschieden. Ein großes Ereignis ist immer unser jährliches Treffen im Frühjahr, dass in Fulda stattfinden sollte. Dieses Jahr war aber – sagen wir es mal so – ganz besonders speziell. Denn als ich aus Wien in Fulda ankam, erwartete mich eine Überraschung. „Guten Tag. Katrin Miseré, ich bin mit dem Ordnungsservice hier.“ Die Rezeptionistin konnte sich zwischen einem erschrockenen und einem ratlosen Blick nicht so recht entscheiden, entschied sich dann für schonungslose Ehrlichkeit: „Aber die Tagung wurde abgesagt.“  

Corona hatte die meisten meiner Kolleg*innen niedergebügelt.  

Wie es dieser Info gelungen ist, mir zu entgehen, darüber hüllen wir den Mantel des Schweigens. Ich habe mir trotzdem ein sehr vergnügtes Wochenende in Fulda gemacht. Meiner EC-Karte hat es ebenfalls so gut in Fulda gefallen, dass sie beschlossen hat im dortigen Geldautomaten zu bleiben.  

 

What’s new?

Neben der Neustrukturierung der Website (nur wer das selbst schonmal gemacht hat, weiß, was für eine Wahnsinnsarbeit das ist), haben wir unser Angebot nun auch um Onlineberatungen erweitert. Das ist natürlich eine geniale Sache. Denn nicht immer ist der Lieblingsordnungscoach am gleichen Wohnort. Vielleicht gibt es in der Gegend auch noch gar kein Angebot. Jetzt können sich alle völlig ortsunabhängig das Angebot aussuchen, dass am besten zu ihnen passt.
Ich selbst stand ja lange diesem ganzen Online-Zeug sehr skeptisch gegenüber. Aber seit ich selbst Online-Kurse und Beratungen in Anspruch nehme, weiß ich zwei Dinge wirklich zu schätzen:  

 

  1. die zeitliche und örtliche Flexibilität  
  1. die Auswahl 

 

Das Jahr 2022 bei mir

Nun nutze ich ganz frech auch die Gelegenheit, meinen ganz eigenen Jahresrückblick zu schreiben. Das Jahr 2022 war wie ein Überraschungsei: ich hatte keine Ahnung, was ich auspacken würde. „Ist das nicht immer so?“ Naja. Eigentlich nicht. Denn im Grunde weiß ich immer, was ich vorhabe und welche Pläne ich beruflich umsetzen möchte. Nur nach dem Auf- und Ab (ok – eigentlich vor allem dem Ab) im Coronajahr, hatte ich das Gefühl ich könne überhaupt nicht planen. Würden meine Kund*innen wieder auftauchen? Würden mich neue Kund*innen kontaktieren? Ich hatte das Gefühl, ich könne eigentlich nur warten.  

Dann kam im März dieser Moment, wo ich auf einmal genau wusste, wohin mein Weg gehen sollte. Und damit konnte ich auch wieder planen. Mein Ziel: Ordnungscoaches ausbilden! Ich bin in den letzten Jahren immer wieder gefragt worden, wo man denn eine Ausbildung machen könne, oder ob ich nicht Praktikant*innen nehmen würde. An diesem Tag im März – ich saß gerade auf dem Fahrrad auf dem Rückweg von einem Erstgespräch – fühlte ich mich plötzlich sehr, sehr, sehr bereit dafür. Ab jetzt war ich voll damit beschäftigt den Lehrgang zu konzipieren: Skripte schreiben, Videos aufnehmen, Angebote von Seminarorten einholen und den Kurs bewerben.  

Schon im Juni startete der erste Durchgang! 

Für viele meiner Kolleg*innen im Ordnungsservice hatte sich die Auftragslage bereits im Frühjahr wieder erholt. Bei mir selbst war es erst im Herbst soweit. Wir alle kennen den Satz „Jede Krise ist eine Chance“. Im Nachhinein hat er sich auch für mich bewahrheitet. Ohne meine Auftragsflaute hätte mein Hirn und mein Bauch sich niemals auf neue Wege gemacht. Denn eigentlich bin ich gar nicht so scharf auf Herausforderungen. Oder zumindest dachte ich das bisher. Durch die Notwendigkeit, eine Lösung zu suchen habe ich etwas Neues über mich gelernt. Ich habe mich quasi selbst überrascht. Und das ist neben meinem neuen Standbein eigentlich fast das schönere Geschenk. Das nehme ich für den Rest meines Lebens mit. 

 

Das Jahr 2022 bei dir – endlich Ordnung geschafft?

Ich habe keine Ahnung, wo du dich gerade befindest, während du das liest. Wie fühlst du dich gerade? Mit welchen Gedanken blickst du auf das vergangene Jahr zurück? Was bewegt dich, wenn du an das kommende Jahr denkst? Freust du dich? Hast du Bammel? Bist du voller Tatendrang oder zögerlich?  

Ich möchte dich zu zwei Dingen ermutigen: 

  1. Sammel deine Erfolge 
  1. Überlege dir, was du über dich gelernst hast 

 

Deine Erfolge

Glaub mir – ich kann dich sehr gut verstehen, wenn du jetzt vielleicht die Augen verdrehst. Vielleicht willst du sogar gar nicht weiterlesen. „Was für Erfolge?“ Aber nehmen wir doch gleich mal „unser“ Thema: die Ordnung. Vielleicht hattest du dir für 2022 richtig viel vorgenommen. Ab dem 1.1.2022 würdest du endlich ausmisten. Du würdest jeden Tag für Ordnung sorgen. Überlegter einkaufen. Keine Chaosecken mehr zuhause haben.  

Jetzt sitzt du vielleicht gerade zuhause am vollen Küchentisch. Die Wäsche muss noch zusammengelegt werden und die Papierstapel sind auch schon wieder so unübersichtlich. Endlich Ordnung zu haben scheint doch wieder in weiter Ferne. Unmöglich für dich zu erreichen. „Und da fragt die mich nach meinen Erfolgen?!?“  

Ja – tue ich.  

Denn egal, was du geschafft hast, so klein und unbedeutend es dir auch vorkommen mag – es zeigt dir, dass du etwas verändern kannst. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass du einfach noch auf der Suche bist und noch nicht die richtige Strategie gefunden hast.  

„Ordnung ist noch nicht geschaffenes Chaos“. Kannst du mit diesem Satz etwas anfangen? Er sagt dir: 

  • das Chaos, das dich so nervt und die Unordnung, die dich so frustriert ist ein Zustand, der bereits in der Veränderung ist. 
  • Jetzt in diesem Moment mit jeder noch so kleinen Veränderung, die du schaffst (selbst wenn sie nicht von Dauer ist), bist du bereits auf dem Weg 
  • Chaos ist kein Schicksal. Ordnung kann man lernen.  

Es gibt keinen Weg ohne Rückschläge. Oder nennen wir es lieber Rückschritte. Wie bei allem, hilft auch hier die Routine. Erst nach einer ansehnlichen Anzahl von Rückschritten, war es mir möglich, Vertrauen in den Weg zu haben. Ich habe gelernt, dass Rückschritte nicht das Ende des Weges sind. Dass ich Lösungen finde. Und vor allem: dass ich mich nicht von meinen Vorhaben und Plänen verabschieden muss. Ich möchte dich bei deinem Weg zur Ordnung dazu ermutigen, dieses Vertrauen auch in dich zu haben. Deine Rückschritte sind Teil des Weges. Sie sind KEIN Zeichen, dass du deinen Wunsch nach Ordnung aufgeben musst.  

 

Endlich Ordnung! Du hast mehr erreicht, als du glaubst

Bitte schreibe dir jetzt und in den nächsten Tagen auf, welche Erfolge du im letzten Jahr hattest. Was hast du umgesetzt? Verändert? Abgeschlossen?  

Fällt dir im Bezug auf die Ordnung nichts ein? Kein Problem. Dann konzentriere dich auf andere Bereiche:  

  • Familie  
  • soziale Beziehungen  
  • Beruf  
  • Weiterbildung  
  • Hobbies  
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten  
  • gesundheitliche Ziele 

 

Schaue dir dann an, welche Fähigkeiten du dafür benötigt hast. 

  • Ausdauer  
  • Neugier  
  • Frustrationstoleranz  
  • Motivation  
  • Lernwille  
  • Fokus  
  • Zielstrebigkeit  
  • Entscheidungsfähigkeit 

 

Jetzt kannst du sehen, dass du viele Fähigkeiten die du für dein Ordnungsprojekt brauchst, bereits hast.  

Gratulation!  

Mir hat diese Erkenntnis bei vielen großen Herausforderungen in den letzten Jahren enorm geholfen. Mit dieser Rückschau hast du jetzt ganz andere Voraussetzungen für dein Ordnungprojekt 2023! 

 

Was hast du gelernt?

Ich habe ja oben schon erzählt, was ich über mich im letzten Jahr gelernt habe: ich verstecke mich nicht vor Herausforderungen. Das heißt nicht, dass ich sie aktiv suche (oooooh nein!). Aber ich trau mir auch große Projekte zu. Denn: ich gehe einen Schritt nach dem anderen. 

Tja. Eine echte Allterweltsweisheit. Aber erst seit dem letzten Jahr habe ich wirklich verstanden, was damit gemeint ist. Ich habe jetzt erst die innere Ruhe. Ich habe einen völlig veränderten Blick auf die unangenehmen Aufgaben. Ich bin bereit zu lernen und Fehler zu machen.  

 

Aufgabe 1 für dich:  

Überlege dir jetzt und in den nächsten Tagen:  

  • „Was habe ich im letzten Jahr Neues über mich erfahren?“  
  • „Womit habe ich mich selbst überrascht?“  
  • „Was habe ich an neuen Fertigkeiten gelernt?“  

Frage ruhig auch in deinem Umfeld nach. Ich würde mich sehr wundern, wenn du nicht ein paar sehr überraschende Antworten bekommst.  

Du kannst dir auch in den nächsten Wochen tägliche Notizen machen. Du lernst nämlich jeden Tag etwas Neues. Ich habe das eine Zeitlang gemacht und z.B. aufgeschrieben „Ich kann in stressigen Situationen geduldig sein.“ „Ich kann eine Ablehnung nicht persönlich nehmen.“  

 

Aufgabe 2 für dich: 

Rede deine Erfolge nicht klein. Vor allem, wenn du dein Umfeld interviewst. „Ach echt? Das ist doch gar nichts?“ Diesen Satz streichst du jetzt gleich aus deinem Repertoire. Viel bessere Antworten sind zum Beispiel: 

„Ach – danke, das ist mir gar nicht aufgefallen“ 

„Schön, dass dir das aufgefallen ist. Ich habe mich auch sehr darum bemüht.“ 

Alles, was du im letzten Jahr gelernt hast und in der Zukunft lernen wirst, gehört dir! Es ist Teil deiner Werkzeugkiste, die du immer und überall bei dir hast. Du kannst sie für jedes Projekt einsetzen. Und: je öfter du sie einsetzt, desto besser und routinierter wirst du sie verwenden. 

 

 

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