Was Sport und Aufräumen gemeinsam haben

 In Allgemein

oder

Die 4 Phasen des Aufräumens

von Ordnungspartner Thomas Lasimovicz aus Salzburg

Phase 1 – Die Leidensphase

Den Anfang für persönliche Mühen zu finden, ist nicht leicht, wie Mann/Frau schon lange weiß: Gedanken wie „Ich sollte mit Sport beginnen oder wieder damit anfangen“, sind zum Thema Aufräumen genau die Gleichen. Man sieht es, man weiß es und man sollte/wollte es schon lange erledigt haben – aber der innere Schweinehund arbeitet erfolgreich dagegen. Es ist die Leidensphase: Der Leidensdruck ist ständig präsent und das schlechte Gewissen wird zur Belastung.

Und wie beim Sport, gehen uns die Ausreden nie aus: Keine Zeit, schlechtes Wetter oder ganz klassisch, die Regierung ist am allem schuld! 😉

Phase 2 – Der erste Handgriff

Endlich ist es soweit:  Wir ziehen uns die Laufschuhe an bzw. wir gehen unserer Chaos an und beginnen mit dem Ordnung schaffen. Was jetzt ganz wichtig ist: Wenn Sie noch nie gelaufen sind, starten Sie nicht mit einem Marathon. Das Gleiche gilt beim Aufräumen. Fangen Sie nicht gleich mit dem Keller oder der Garage an. Sie werden es nicht schaffen. Fangen Sie klein an. 10 Minuten gehen bzw. einfach nur einmal eine Schublade aufräumen oder eine kleine Kiste mit Sammelsurium. Und steigern Sie sich mit der Zeit, mit der Erfahrung im Sortieren und Loslassen und vor allem mit Ihren Erfolgserlebnissen!!!! Wie bei allem, was wir lernen, brauchen wir am Anfang mehr Zeit und werden danach immer schneller, besser und selbstbewusster. Das Gleiche gilt für das Aufräumen für Anfänger. Fangen Sie mit kleinen Schritten an, damit Sie Ihr Ziel auch erreichen.

Phase 3 – Der Einbruch

Auch hier wieder ein wunderschöner Vergleich zum sportlichen Training. Nach der anfänglichen Euphorie „endlich tu ich es“ kommt garantiert eine Einbruchphase. Das Aufräumen fordert einen Menschen physisch und psychisch. Es ist körperlich anstrengend, weil man mehrere Kilo von A nach B bringt. Es ist mental anstrengend, weil man ständig Entscheidungen treffen muss: Bleibt es hier oder schmeiße ich es weg oder wo tu ich es am besten hin? Selbst ich als Profi-Aufräumer habe immer wieder diese Phasen während eines Auftrages. 

Hier mein Tipp um diese Phase gut zu überstehen: eine kurze Pause, aber bitte wirklich nur eine kurze Pause. Einfach etwas trinken gehen… Kaffee, Tee. Oder klassisch „eine Rauchen“ oder Luft-Schnappen gehen. Aber wichtig, nur kurz! Falls die Pause zu lang wird oder sogar der Gedanke kommt, „Ach, das mache ich morgen oder später weiter“, haben Sie verloren. Genau wie beim Sport. Sobald Sie beim Trainieren aus dem Rhythmus kommen, schlittern Sie wieder in alte Gewohnheiten zurück und liegen vielleicht wieder mit Pizza und Chips auf der Couch… willkommen zurück in Phase 1!

Besser, wenn auch schwieriger, ist es, nach der kurzen Pause gleich weiter zu machen und die Aufgabe durchzuziehen….. bis zum Schluss. Denken Sie in diesem Moment einfach an Phase 4.

Phase 4 – Ziel erreicht!

Jeder, der einmal über eine Ziellinie bei einer Laufveranstaltung gelaufen ist, weiß welches Glücksgefühl man dabei erlebt. Es ist einfach wunderbar und mit nichts zu vergleichen. Das gleiche Gefühl erlebt man vor einem aufgeräumten Kleiderschrank, Garage, Büro, Dachboden, Keller usw. Endlich geschafft, endlich schön, endlich Überblick, endlich Platz!!!!! Oder sportlich gesprochen: Ich fühle mich sauwohl und bin mit mir zufrieden.

Gratulation! Sie haben es geschafft.

Ein klassisches Erfolgserlebnis. Und Erfolg macht sexy……..

In diesem Sinne, viel Spaß mit den 4 Phasen des Aufräumens !!!!!

Ihr Thomas

Neueste Beiträge
Ausmisten - Wie geht das?