ORDNUNG ZU ZWEIT – mein unordentlicher Partner macht es unmöglich

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Kennen Sie das auch? „Ich würde ja so gerne Ordnung schaffen, aber mein Schatz tut einfach nichts dafür, dass es auch ordentlich bleibt. Und allein schaffe ich das nicht!“

Meistens geht das Bedürfnis nach mehr Ordnung von einem Partner aus. Der fühlt sich dann schnell alleingelassen mit dem Thema, weil es dem anderen auf den ersten Blick nicht wichtig zu sein scheint. Ein unordentlicher Partner kann einen echt zur Verzweiflung bringen und eine Partnerschaft sogar gefährden. Es lohnt sich aber, genauer hinzuschauen und nicht aufzugeben!

Warum entsteht überhaupt Unordnung in der Partnerschaft?

Oft hat sich über lange Zeit unauffällig immer mehr Unordnung eingeschlichen. Es war irgendwie nie Zeit zum Aufräumen. Es gab stets Wichtigeres zu tun und zu erleben.

Oder es war ursprünglich die Wohnung des einen und beim Einzug des anderen wurden die zusammengeführten Haushalte nicht auf einen nachhaltig funktionierenden EINEN Haushalt reduziert. 

Es kann aber auch einfach sein, dass die Partner sehr unterschiedliche Bedürfnisse nach Ordnung haben. Viele Dinge zu sammeln oder ein komplett anderer Wohnstil sind nicht leicht zusammen zu bringen. Dann entstehen sehr oft überfüllte, heterogene Wohnräume, die automatisch ungeordnet erscheinen.

Wie sieht die gemeinsame Unordnung aus?

Um in gemeinsamen Wohnräumen eine partnerschaftliche Ordnung zu schaffen, sollte man erst einmal genau hinsehen und herausfinden, wo sich die gemeinsame Unordnung überhaupt befindet.

Wie zeigt sie sich und wodurch entsteht sie?

Wird von beiden Partnern die gleiche Unordnung gemacht, oder wird sie durch den einen verursacht und vom anderen als unangenehm empfunden?

Gehen Sie durch Ihre Wohnräume und sprechen Sie freundlich über das Thema. Erklären Sie dem anderen Ihre Gedanken und fragen Sie nach Gründen.

Wie sind Ordnungsbedürfnisse des einzelnen?

Genau so wichtig wie die Betrachtung der gemeinsamen Unordnung ist es, die ganz persönlichen Wohnbedürfnisse herauszufinden, die erst einmal nichts mit dem anderen zu tun haben. Wo braucht man absolute Ordnung, welches ist der Lieblingsplatz, der ganz persönlich gestaltet sein sollte? Wo ist einem Raumgestaltung und Raumästhetik wichtig? Erst wenn man diese individuellen Bedürfnisse gemeinsam besprochen hat, sollte man überlegen, was man einerseits beim anderen an Unordnung wirklich nicht aushält. Und wo man andererseits auch mal wohlwollend weggucken kann, um partnerschaftlich und liebevoll zusammenzuleben.

Wie findet man aber nun zu einer gemeinsamen Ordnung? 

Bei Gesprächen über heimische Ordnung sind Respekt und Verständnis für den anderen sehr wichtig. Es geht immerhin für beide Partner um den Ort, der Erholung, Wohlbefinden und Schutz geben soll. Es ist eine Grundregel, dass auch der unordentliche Partner seine Bedürfnisse äußern darf und dabei ernst genommen wird.

Trotz Individualität und unterschiedlicher Bedürfnisse sollte man auf die Gemeinsamkeiten und das Teilen von Dingen fokussieren und das Bedürfnis nach Wohlfühlen in den Vordergrund stellen.

Einfache Kompromisse wie etwa „wenn Du das, dann ich das“ sind nicht das Ziel. Nur Ehrlichkeit und Verständnis führen schlussendlich dazu, dass die wirklich notwendigen Veränderungen deutlich werden und vom anderen auch wohlwollend zugelassen und unterstützt werden können. 

Jeder Mensch hat einen eigenen Charakter, eine eigene Vergangenheit und eigene Erfahrungen. Das spiegelt sich in Wohnräumen und in der Ordnung wider. Um ein gutes gemeinsames Wohnumfeld für zwei Menschen zu entwickeln, müssen auch beide an den Veränderungen beteiligt sein. Ordnungstipps helfen dabei, einen gemeinsamen Rahmen zu bilden.

Gehen Sie offen auf Ihren Partner zu und bleiben Sie gelassen! 

Und wenn Sie das Gefühl haben, es ist zu viel und zu kompliziert, dann unterstützen wir von OrdnungsService.com Sie sehr gerne dabei!

Und noch ein Tipp zum Schluss:

Gehen Sie mal mit Ihrem Partner in Ruhe durch Ihre gemeinsamen Wohnräume und verteilen Sie jeweils grüne und gelbe Klebepunkte auf Bilder, Möbel, Kisten und einzelne Gegenstände. Grüne Punkte auf das, was Ihnen sehr wichtig ist. Gelbe Punkte auf das, von dem Sie meinen, dass es irgendwann noch mal benötigt wird.

Sie werden sich wundern, was alles keinen Punkt bekommt. 

Schaffen Sie Raum für Zweisamkeit! Und viel Spaß dabei!

Ihre Hanna Wilkens aus Hamburg

 

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