So schaffen Sie die Ordnung im Familienalltag

 In Allgemein

Meine Ordnungspartnerin Hanna Wilkens aus Hamburg ist Innenarchitektin. Sie weiss ganz genau, worauf es ankommt, wie Ordnung innerhalb der Familie funktionieren kann:

 

Wenn beide Eltern berufstätig sind und die Kinder in den Kindergarten und die Schule gehen, dann ist die gemeinsame Familienzeit sehr wertvoll. 

In einem geordneten und übersichtlichen Haushalt ist der Familienalltag einfacher und angenehmer. Die Zeit wird nicht mit Herumräumen und dem Suchen nach Dingen verbracht sondern miteinander.

Ordnung im eigenen Zuhause ist also die Basis für ein schönes und entspanntes Zusammensein in der Familie. 

Der Wohnraum bildet die äußere Ordnung für die Familie

Die Familie ist umgeben vom Wohnraum mit seinen Flächen und Möbeln. 

Der Wohnraum steht für die äußere Ordnung und entscheidet über das räumliche Wohlbefinden der Familie.

Mit folgenden Maßnahmen erreichen Sie eine äußere Ordnung:

  • Gestalten Sie Ihre Wandflächen kontrastarm und in hellen Farbtönen, auch mal ohne Bild.
  • Lassen Sie die Raumecken immer frei, positionieren Sie dort allenfalls einen passenden Eckschrank oder eine Stehleuchte. Stapeln Sie keine Kartons oder Sporttaschen.
  • Wählen Sie mehrheitlich geschlossenes Mobiliar wie Schränke und Kommoden.
  • Füllen Sie offene Möbel wie z.B. Regale nur ¾ voll und mit Dingen, die Sie gerne ansehen.
  • Ordnen Sie diese nach Themen (z.B. Porzellan in ähnlichen Farben, Urlaubssouvenirs)
  • Versuchen Sie auch mal Fensterbänke, Küchenarbeitsflächen und Tische komplett frei zu halten! 

 Die innere und alltagsentscheidende Ordnung liegt im Detail

Eine Familie besitzt viele tausend verschiedene Dinge, funktional notwendige, persönlich geliebte und dann noch viele unnötige mehr.

Für die innere Ordnung entscheidend ist die absolute Anzahl der Dinge und deren Positionierung und tägliche Handhabung. Jeder eingesparte Handgriff, jeder eingesparte Gang bringt mehr Zeit für die Familie.

So bekommen Sie den Überblick über Ihren Besitz und schaffen die so wichtige innere Ordnung:

  • Sortieren Sie alles, was Sie besitzen nach und nach in Gruppen (z.B. Bastelmaterial, Taschen aller Art, Putzmittel).
  • Entscheiden Sie für jede Gruppe, was für den Alltag wirklich notwendig ist und was Ihnen wirklich gefällt, egal ob es notwendig ist. Der Rest jeder Gruppe verlässt die Wohnräume.
  • Für die bleibenden Dinge suchen Sie einen geeigneten Platz, der sich dort befindet, wo Sie die Sache meistens benötigen und der leicht zugänglich ist. 
  • Funktionale Dinge sollten Sie in geschlossenen Möbeln aufbewahren, schöne Dinge können Sie in ein Regal stellen
  • Wenn Sie nun jeden Gegenstand immer gleich wieder genau an diesen einen Ort zurückbringen, bleibt kaum noch etwas übrig vom täglichen Aufräumstress und Sie haben mehr Zeit für Ihre Familie.

  

Wenn Sie es schaffen, die vielen Einzelteile Ihres jahrelang angehäuften Besitzes zu reduzieren, werden sie merken, dass Ihr Alltag einfacher und übersichtlicher wird und Ihr Wohnraum mehr Platz für Ihre Familie und Ihre Ideen bietet. 

Kinder wachsen nicht nur aus Kleidung raus. Prüfen Sie regelmäßig, was noch bespielt und was noch benutzt wird und sortieren Sie aus!

Noch ein Tipp:

Verzichten Sie auf fertig kaufbare Ordnungssysteme und aufwendige Beschriftungsstrukturen! 

Im Handel angebotene Ordnungssysteme sind meist nur eine gute Idee und selten alltagstauglich. Sie sind zu speziell und unflexibel.

Aufwendige Beschriftungsstrukturen sind im sich ständig wandelnden Alltag schnell überholt und werden dann meist doch nicht aktualisiert. 

Kinder merken sich sowieso schnell, in welcher Kiste sich was befindet und wenn Sie offene Schachteln in einem geschlossenen Möbel verstauen, ist keine Beschriftung notwendig.     

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ordnung schaffen! Ihre Hanna Wilkens

Neueste Beiträge