Ordnung halten beginnt mit einer Entscheidung

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von Katrin Miseré, Wien

Eine Frage, die mir immer gestellt wird, ist: warst Du schon immer so ordentlich. Egal ob es in Interviews ist, bei KundInnen oder einfach wenn ich von meiner Arbeit erzähle.  Lange habe ich darauf keine Antwort gewusst. Denn in meiner Erinnerung hat sich meine Mutter immer über meine Schlampigkeit gegrämt. Ordnung halten scheint mir also nicht in die Wiege gelegt.

Der Groschen fiel, als ich vor 2 Jahren – im Mari Kondo Netflix-Wahn – ein Interview gab. Die gleich Frage – nur diesmal fiel mir plötzlich ein, wann das mit meiner Ordnungs.…nein “liebe” ist das falsche Wort. Also wann das angefangen hat, mit der Ordnung und mir.

Es begann exakt als ich meine erste eigene Wohnung hatte. Damals, noch inmitten der Umzugskisten, habe ich eine Entscheidung getroffen und die nie mehr in Frage gestellt:

Ich will wenig Arbeit mit meiner Wohnung haben

Diese eine Entscheidung zog seitdem tausende von kleinen Entscheidungen nach sich. Es war ganz einfach. Wenn ich nach meiner Hauptentscheidung leben wollte, war es ganz klar, welche Folgeentscheidungen ich treffen musste. Das Ergebnis dieser Folgeentscheidung ist bis heute:

  1. ich habe und hatte nie mehr Dinge, als ich Platz für sie habe
  1. ich weiß immer genau was ich habe
  1. nach Gebrauch räume ich immer und ohne Ausnahme alles wieder an seinen Platz. Wegen Punkt 1 geht das im Handumdrehen.

Tatsächlich räumen wir zuhause nie auf! Ok, es gibt eine Ausnahme und das ist das Kinderzimmer. Ordnung halten im Kinderzimmer verläuft nach ziemlich anderen Regeln. Das Kinderzimmer ist der einzige Raum, der in regelmäßigen Abständen nach einem etwas größeren Einsatz verlangt. Aber auch der ist meist nach 15 Minuten erledigt.

Wenn ich nach Hause komme, könnte ich mich theoretisch einfach nur hinsetzen und nichts tun.

Außerdem kann ich jederzeit und an jedem Ort blind eine Inventurliste aufsagen. Vor meinem inneren Auge sehe ich genau, was ich wo habe. Gut, das klingt jetzt schon fast gruselig. Sagen wir 85% meines Besitzes. Ich verbringe also keine Zeit mit Suchen.

Ordnung halten heißt sich kümmern 

Der Satz “Ich will wenig Arbeit mit meiner Wohnung haben”, liest sich fast ein wenig lieblos. So, als würde ich mich nicht kümmern wollen. Als würde ich ein klinisches Umfeld einer wohnlichen Atmosphäre vorziehen. Aus lauter Faulheit. Nein, dem ist nicht so.

Bei uns gibt es Deko, stehen Fotos in den Regalen und unsere gesammelten Souvenirs in einer Vitrine.

Und das Kümmern? Natürlich kümmere ich mich um die Wohnung. Viel sogar. Nur die Handgriffe laufen inzwischen so nebenher, so automatisch, dass ich sie gar nicht mehr bemerke. Ich stelle nämlich meine Hauptentscheidung nicht in Frage. Denn genau das ist der Knackpunkt, der vielen zu Beginn das Ordnung halten so anstrengend erscheinen lässt.

Die Frage “Soll ich oder soll ich nicht? Will ich oder will ich nicht? Jetzt oder später?” Dann kommt die Routine aus dem Tritt und die Energie fließt ins Grübeln.

Das Denken kommt uns in die Quere 

Meine Mama hat damals immer gesagt “Nicht so viel denken, einfach machen.” Damals fand ich den Spruch unsagbar doof. Denn: wenn ich doch schon am Denken bin, dann kann ich doch nicht aufhören. Stimmt. Um die Denkfalle vor dem Tun abzuschalten gibt es zwei Herangehensweisen:

  1. Die eine unumstößliche Entscheidung ganz aus sich heraus zu treffen. So wie ich, als ich mit meinen Umzugskartons in meiner ersten eigenen Wohnung stand.
  1. Üben, üben, üben. Zuerst fängt man an, sich der Denkfalle bewusst zu werden. Ab da wird man sich immer öfter selbst dabei ertappen, wie das Denken das Tun verhindert. Dann kommt allerdings der schwerste Schritt: Tun trotz Denken. Je öfter dieser Ablauf geübt wird, desto schneller kann sich eine Routine entwickeln. Ist die Routine da, ist es geschafft.

Also Mama, zumindest bei der Ordnung schaffe ich es, nach Deiner Devise zu handeln. Da, wo ich etwas in meinem Verhalten ändern möchte, denke ich zumindest sehr oft an Dich.

 

 

Ordnung halten ist etwas, das dir schwer fällt? Wir verraten dir hier dazu ganz konkret, was du gegen ständige Unordnung tun kannst:

https://ordnungsservice.com/ordnung-halten.

Wenn du darüber hinaus doch noch Hilfe brauchst, kommen Katrin und ihre Kollegen vom Ordnungsservice gerne zu dir, um dein Ordnungsproblem nachhaltig aufzulösen. Ruf einfach an.

 

 

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