Eine Grundordnung ist der Schlüssel für mehr freie Zeit. „Ist das so?“ werde ich oft gefragt. Ich bin Silvia Fromm aus dem Raum Würzburg und binjetzt selbst in einem neuen Lebensabschnitt angekommen, in dem ich meine gewonnene freie Zeit so richtig genieße. Die Kinder sind schon eine Weile aus dem Haus. Und ich verbringe gerne mehr Zeit zu Hause.
Wie sieht es denn mit meiner persönlichen Grundordnung aus?
Meine Kundinnen vermuten oft, dass es bei mir bestimmt immer super aufgeräumt ist und garantiert nichts rumliegt. Das stimmt natürlich nicht. Auch ich habe Tage, an denen ich keine Zeit oder schlicht keine Lust zum Aufräumen habe. Doch das ist kein Problem, denn in meinem Haushalt habe ich inzwischen eine verlässliche Grundordnung. Und diese Grundordnung ist der Schlüssel für mehr Zeit, für mich alleine oder gemeinsam mit meinem Partner.
Eine solide Ordnung verzeiht auch mal, ein paar Tage weniger im Haushalt zu tun. Denn dadurch, dass alles seinen Platz hat, ist auch alles wieder schnell auf Vordermann gebracht. Die Schränke sind überschaubar gefüllt. Nichts ist wild über- oder voreinander gestapelt. Ich sehe auf einen Blick, was sich wo befindet.
Deshalb kann ich wirklich mit Überzeugung sagen: Ich habe meine Grundordnung. Es kann jederzeit spontan jemand auf einen Kaffee vorbei kommen. Aber ich gebe zu, dass das nicht von heute auf morgen ging. Es hat schon einige Wochen gedauert, bis ich zufrieden war. Und ich bin eigentlich nie fertig. Ich habe immer wieder Ideen, weiter zu optimieren. Das wird dir auch so gehen.
So startest du
Fakt ist: Wenn es dir gelingt, eine Grundordnung in deiner Wohnung zu schaffen, wird auch das Ordnung halten plötzlich leichter und weniger aufwändig.
In einem meiner früheren Artikel habe ich bereits über das Thema „ Ordnung schaffen in der Wohnung“ geschrieben. Vielleicht magst du den Artikel lesen. Die Vorgehensweise, wie du Ordnung schaffen und halten kannst, ist immer die Gleiche.
Ehrlich gesagt: Eine Grundordnung in deinen vier Wänden zu schaffen, braucht Zeit. Das geht nicht in zwei Tagen. „Grund“ steht auch für gründlich. Das bedeutet, du räumst wirklich jedes Regal, jedes Schrankfach, jeden Schrank, jede Kommode aus und dann wieder sinnvoll ein. Vielleicht gestaltest du die Möbel um, räumst Schrankinhalte um oder stellst ganze Bereiche neu zusammen.
Die wichtigste Regel
Am Anfang steht immer das Ausmisten. Das raten wirklich alle Ordnungsexperten. Durch das Ausmisten schaffst du Platz. Genau diesen Platz brauchen die meisten Menschen dringend. Vielleicht auch Du. Das Ziel: Alles, was du nicht mehr benötigst, verlässt so schnell wie möglich deine Wohnung.
- Du kannst Gegenstände spenden
- Du kannst Dinge verschenken
- Du kannst sie im Internet verkaufen
- Du kannst sie über den Wertstoff entsorgen
So wird deine Grundordnung der Schlüssel für mehr Zeit
Beginne am besten Raum für Raum: Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad, Flur, Kinderzimmer, Keller, Garage
Die Reihenfolge bestimmst du. Vermutlich wirst du einen Raum nicht an einem einzigen Tag komplett schaffen, das ist völlig normal. Vielleicht hast du nur abends ein bis zwei Stunden Zeit, wenn die Kinder im Bett sind. Dann nimm dir täglich kleine Portionen vor: zum Beispiel jeden Abend ein Schrankfach oder zwei bis drei Schubladen. Ganz so, wie es in deinen Alltag passt.
Wichtig ist: Jedes Regalfach, jede Schublade werden einmal komplett ausgeräumt. Anschließend räumst du alles wieder sinnvoll ein. Kategorisiere deine Dinge. Alle Batterien an einem Ort, alle Einkaufstaschen an einer Stelle, Geschenkpapier zusammen, Werkzeug zusammen. So gehst du nach und nach deinen ganzen Besitz durch. Saisonales wie die Weihnachtsdeko wandert in gut sichtbare Boxen in den Keller.
Wie lange dauert der Weg zur Grundordnung?
Nun ja, bei mir hat das Räumen auch mehrere Wochen gedauert, bis ich mit meiner neuen Ordnung so richtig zufrieden war. Als die Kinder/Jugendlichen noch zu Hause gewohnt haben, war das Ordnung halten natürlich viel schwieriger. Inzwischen sind wir zu zweit und ich genieße es sehr, wie ruhig und übersichtlich alles geworden ist. Da alles seinen festen Platz hat, „räume“ ich im Alltag kaum noch auf, die Dinge gehen einfach wieder an ihren Platz zurück.
Übrig bleiben „nur“ die üblichen Reinigungsarbeiten, Staubsaugen, Böden wischen, Bad putzen, Wäsche und die „Jahresarbeiten“ wie z.B. Gardinen waschen. Ob du es glaubst oder nicht: All das erledigt sich deutlich flotter, wenn eine stabile Grundordnung da ist.
Wo solltest du anfangen?
Du kannst mit der Aufgabe beginnen, die dir am leichtesten fällt. Oft ist es das Bad mit seinen Schränkchen und Regalen. Wann hast du zwei Stunden Zeit und auch Lust, um loszulegen?
Oder du nimmst dir das Unangenehmste zuerst vor. Das ist häufig das Schlafzimmer mit vollen Kleiderschrank und der vielen Kleidung, die überall (evtl. auch im Bad) herumliegt. Für so ein Vorhaben nimmst du dir idealerweise einen ganzen Tag Zeit, beispielsweise am Wochenende.
Ganz wichtig! Belohne dich zwischendurch. Du könntest dir sagen: Jetzt räume ich das Schlafzimmer auf, beziehe die Betten frisch und sammle bei der Gelegenheit die Schmutzwäsche ein, die noch irgendwo liegt und starte die Waschmaschine. Dann könne ich mir zur Belohnung eine Tasse Kaffee auf der Terrasse. Dabei kann ich in Gedanken meine weiteren Schritte planen. So tankst du neue Energie und hast Lust, weiter Ordnung zu schaffen.
Entscheidend ist: Fang mit einer Sache, einem Raum oder einem klar begrenzten Bereich an und bringe diesen Bereich zu Ende, ohne dich ablenken zu lassen. Sonst entstehen „neue“ Baustellen, die zusätzlich stressen.
Und wenn dir alles zu viel ist und du es nicht alleine schaffst?
Dafür gibt es uns Ordnungsexpertinnen. Auch in deiner Nähe wirst du jemanden finden, der dich darin unterstützt, deine Grundordnung zu schaffen.
Und du wirst sehen, es lebt sich leichter und auch bei dir wird es so sein: Deine Grundordnung ist der Schlüssel für mehr freie Zeit.
Herzliche Grüße aus Würzburg von Silvia

