In Allgemein, Ordnung im Bad, Ordnung im Flur, Ordnung im Kopf, Ordnung im Schlafzimmer, Ordnung im Wohnzimmer, Ordnung in der Küche

Kürzlich habe ich einen Artikel über das Thema „Grundordnung“ geschrieben. Wenn du ihn gelesen hast, haben dich meine Zeilen vielleicht wirklich dazu motiviert, dein Zuhause  neu zu organisieren und dir damit bessere Übersicht zu verschaffen. Das würde mich freuen. Ich bin Silvia aus Würzburg und heute empfehle ich dir noch etwas Neues dazu:  die 1-Minuten-Regel, damit deine Grundordnung auch so bleibt. 

Du hast es also geschafft: Nach Tagen oder Wochen intensiver Arbeit hast du gründlich ausgeräumt und dich von vielem getrennt. Darauf kannst du wirklich stolz sein. Vielleicht hast du einiges verschenken können oder sogar verkauft. Und deine Grundordnung ist jetzt so, wie du sie dir immer vorgestellt hast. Dein Zuhause strahlt mit neuer Klarheit und Leichtigkeit und alles hat seinen Platz gefunden. Du hast Raum geschaffen, nicht nur in den Schränken, sondern auch in deinem Kopf.

Und doch hast du das Gefühl, dass das Chaos schneller zurückkehrt, als du aufräumen kannst? Kaum hast du alles sortiert und aufgeräumt, stapeln sich schon wieder Tassen, Kleidung, Kleinigkeiten?

So schön dieser Moment der Grundordnung war, so schnell kann er auch wieder verfliegen, wenn der Alltag wieder da ist. Denn diese Ordnung bleibt nicht von allein. Doch Ordnung halten sollte kein Dauerprojekt für dich sein. Mit einer einfachen Methode gelingt es dir, dauerhaft Struktur und Leichtigkeit zu bewahren – und zwar ganz ohne Stress. Was du dafür brauchst? Schenke deiner Ordnung  jeden Tag ein klein wenig  Aufmerksamkeit . 

Genau hier empfehle ich dir die 1-Minuten-Regel. Wenn du sie anwendest, wird sie dir zum täglichen Mini-Helfer, der verhindert, dass sich die Unordnung wieder leise zurückschleicht.

 

Was ist die 1-Minuten-Regel?

Die Regel ist ganz einfach und dennoch genial: Alles, was du in einer Minute (oder weniger) erledigen kannst, machst du sofort. Kein Aufschieben „das mache ich später“ sondern du machst es einfach jetzt. In dem Moment, in dem es dir auffällt. Ehe du weiter darüber nachdenkst, ist es auch schon weggeräumt.

Denn, wenn du ehrlich bist, entsteht die meiste Unordnung nicht durch große Dinge, sondern durch diese vielen kleinen, liegengebliebenen. Eine Kaffeetasse hier, eine Jacke dort auf dem Stuhl, ein paar Zeitschriften auf dem Tisch und schon wirkt es unruhig. 

Mit der 1-Minuten-Regel sind diese kleinen Dinge gleich erledigt und die Grundordnung bleibt. Du musst nicht stundenlang aufräumen.

 

Kleine Schritte für ein dauerhaft aufgeräumtes Zuhause

Du wirst staunen, wie viele Dinge du in nur einer Minute erledigen kannst. Hier ist ein Beispiel, an dem du siehst, wie leicht es ist: 

Ein Schrankgriff in der Küche ist etwas klebrig. Nimm den Lappen von der Spüle und wische flink über alle Schrankgriffe und schon sind alle sauber und das dauert höchstens eine Minute.

Da fallen mir spontan noch mehr Beispiele ein:

  • Die 1-Minuten-Regel für die Küche
    • Spülbecken kurz ausspülen und Essensreste entfernen
    • Den Esstisch abwischen
    • Ein Fach im Kühlschrank sortieren
    • Gewürze ordentlich zurückstellen
    • Küchenrolle auffüllen
  • Die 1-Minuten-Regel für das Wohnzimmer

    • Couchtisch abstauben
    • Kissen aufpuffen und Decke auf dem Sofa zusammenlegen
    • Zeitschriften ordentlich auf dem Couchtisch stapeln
  • Die 1-Minuten-Regel für das Schlafzimmer

    • Kleidung in den Schrank zurückhängen 
    • Nachttisch abräumen, z. B. Kaffeetasse in die Küche tragen
    • Schmutzige Wäsche in den Wäschekorb
  • Die 1-Minuten-Regel für das Bad 

    • WC-Rollen auffüllen 
    • Waschbecken abspülen und trockenreiben
    • Badspiegel trockenreiben
    • Schminkutensilien in das jeweilige Fach zurückstellen
  • Die 1-Minuten-Regel für alles, was sonst so anfällt

    • Türklinken abwischen
    • Schlüssel an ihren Platz hängen
    • Herumliegende Schmutzwäsche einsammeln
    • Schuhe ins Schuhregal stellen
    • Herumliegende Prospekte zum Altpapier geben
    • Ein paar Pflanzen gießen
    • Einkaufsliste überfliegen und evtl. ergänzen
    • Fenster auf: Lüften und durchatmen

 

Es sind nur ein paar Beispiele für viele kleine Tätigkeiten, die im Haushalt anfallen. Du kannst vieles ganz nebenbei in einer Minute erledigen. Du wirst merken, wie es deinen Alltag verändert, wenn du ein wenig achtsamer wirst. Immer mal wieder für eine Minute.

So bleibt dein Zuhause ein Ort, an dem du gerne lebst. Ordnung halten fühlt sich nicht nach Arbeit an, wenn du es mit Freude und Wertschätzung tust. Ordnung entsteht in kleinen Schritten. Und jeder Schritt ist ein Stück mehr Leichtigkeit in deinem Alltag.

 

Mein Tipp für dich

Starte direkt heute durch mit der 1-Minuten-Regel: Entscheide dich für eine Kleinigkeit, die dir gerade auffällt und erledige sie sofort. Spül kurz die Kaffeetasse aus, die noch auf dem Tisch steht. Klapp den Wäscheständer zusammen und stell ihn an die Wand. Wisch über die Arbeitsplatte. 

 

Kleine Routinen mit großer Wirkung

Ordnung halten kann sich leicht anfühlen. Du brauchst nur einen Rhythmus finden, der für dich passt und immer wieder kleine achtsame Akzente setzen. 

  • Abends  5 Minuten durch alle Räume gehen, und die Dinge wieder an ihren Platz stellen.
  • Einmal pro Woche 15 Minuten einem Raum widmen, um dort Extra-Aufgaben zu erledigen, z.B. Wäsche im Schrank sortieren, Kinderbücher durchsehen usw. 
  • Während der Werbepausen im Fernsehen abends die Spülmaschine ausräumen und dich dann freuen, wenn morgens das Frühstücksgeschirr gleich in die leere Maschine eingeräumt werden kann. 

 

Warum sich die Mühe lohnt

Es geht bei Ordnung nicht um Perfektion oder starre Regeln. Du sollst dich in deinem Zuhause sicher und geborgen fühlen. Es ist der Ort, an dem du wieder Energie tankst.

Du brauchst keine stundenlangen Aufräumaktionen. Was du brauchst, ist nur ein Moment der Achtsamkeit … immer wieder, für eine Minute.

Dinge in Ordnung zu halten, fühlt sich nicht nach Arbeit an, wenn du es mit Freude und Wertschätzung tust. Probiere es einfach mal aus.

Für heute grüßt dich herzlich aus Würzburg, Silvia

 

Tadaa … Die 1-Minuten-Regel – dazu haben wir noch mehr 🙂

Nanu, denkst du sicher jetzt, wieso noch mehr? Das ist leicht erklärt: Wir Kolleginnen im OrdnungsService finden diese Regel ganz wunderbar, denn sie hilft dir so gut, in deinem Zuhause Ordnung zu halten. Und da wir so viele Ordnungsexpertinnen mit Persönlichkeit sind, bringen wir die Gedanken auch unterschiedlich auf den Punkt. Also, wenn ich es dir empfehlen darf: nun folgt der ebenfalls lesenswerte Artikel über die 1-Minuten-Regel von Kollegin Angelika aus Dortmund. Viel Spaß beim Lesen.

 

Die 1-Minuten-Regel!

Würden wir die kleinen Handgriffe des Alltags zählen, wie viele kämen da wohl zusammen?

Und wie viele dieser Handgriffe erledigen wir nicht sofort, sondern schieben sie vor uns her? Haben wir uns das schon einmal gefragt? Ich denke nicht, denn es sind vielleicht sogar unzählige.

Das Aufschütteln des Bettzeugs, die Kaffeetassen, die wir nicht sofort in die Spülmaschine räumen, die Krümel der Schulbrote, die noch am Mittag auf der Arbeitsplatte der Küche liegen, die Schuhe, die im Weg liegen, die Kleidung, die sich stapelt, die Wäsche, die sich häuft, die unerledigte Post…..und und und.

Das alles wäre so schnell erledigt und würde unseren Alltag an unendlich vielen Stellen den Stress nehmen, denn unerledigte Arbeiten häufen sich zu einem großen Durcheinander, nicht selten sogar zu einem unüberwindbaren Chaos. Das muss nicht sein, denn jede und jeder von uns hat es in den eigenen Händen, es nicht zu dieser schwierigen Situation kommen zu lassen.

Erledigte Aufgaben sind zudem dann auch erfreulicherweise „vom Zettel“ und geben in unseren Köpfen Platz frei für andere und wichtigere Dinge.

Das alles kann uns ein Gefühl der Kontrolle geben und bestenfalls auch die Motivation, bestimmte Alltäglichkeiten nicht lange bzw gar nicht vor uns herzuschieben. Wenn unsere Umgebung stets ordentlich, aufgeräumt und strukturiert ist, dann überträgt sich dies zwangsläufig auch auf unsere Gedanken, unsere Handlungen und somit unser ganzes Leben.

 

Ein weiterer positiver Aspekt der 1-Minuten-Regel ist das Thema Nachhaltigkeit

Wenn wir täglich aufmerksam hingucken und handeln, dann müssen wir keine Lebensmittel, die abgelaufen oder schlecht geworden sind, entsorgen und keine Dinge neu kaufen, die wir verlegt haben. Das Gefühl für unseren Konsum und den Wert der uns umgebenden Gegenstände verändert bzw. verbessert sich.

Der Schlüssel hierzu ist eine disziplinierte Routine und das Einhalten von Regeln.

Bevor wir die Routinen verinnerlicht haben, kann es helfen, sich Notizen zu machen, ob auf einem Zettel (s.o. 😉) oder im Handy. Ich persönlich liebe es, Dinge von Zetteln oder meiner Schiefertafel streichen zu können. Ein herrlich befreiendes Gefühl! Und ich mag tatsächlich die festen Routinen, für die ich längst keine Notiz mehr brauche, da sie zu meinem Alltag gehören.

Es ist zudem hilfreich, wenn bestimmte Dinge feste Plätze haben. Nicht jeden Morgen den Autoschlüssel, jeden Mittag das Küchenhandtuch, jeden Nachmittag die Lesebrille und jeden Abend den Pyjama suchen zu müssen, spart Zeit und bedeutet weniger Stress.

Allerdings sollte man sich selbst gegenüber geduldig sein, denn Veränderungen zu etablieren, kostet Zeit. Es gibt Studien, die von bis zu drei Monaten berichten. Es ist somit ratsam, nicht alle kleinen Handgriffe gleich in den Alltag fließen lassen zu wollen.

Wenn die 1 Minuten Regel dann auch noch zu mehr Minimalismus führt, weil wir merken, wie viele Dinge, die wir besitzen, mehrfach vorhanden oder auch ganz einfach überflüssig sind und wir diese dann bereitwillig entsorgen oder abgeben, dann wird auch das ein befreiendes Gefühl sein.

 

Hier noch meine Tipps für die 1-Minuten-Regel:

  • Das Bettzeug aufschlagen und lüften; am besten im geöffneten Fenster. Danach ordentlich auf die Betten legen.
  • Lege deine Kleidung entweder in deinen Wäschekorb oder lege/hänge sie zurück in den Kleiderschrank. Bereits getragene Kleidung, die du nochmal anziehen möchtest, finden auf einem Kleiderständer ansehnlicher Platz als auf dem Bett oder Stuhl.
  • Schuhe stellst du mit einem Handgriff in den Schuhschrank oder ins Schuhregal.
  • Um keinen Abwaschberg entstehen zu lassen, räume dann benutztes Geschirr sofort in die Spülmaschine. Solltest du keine besitzen, dann lege das Geschirr in eine Geschirrwanne.
  • Gib‘ geöffnete Briefumschläge gleich ins Altpapier, ebenso unwichtige Werbung. Rechnungen und andere wichtige Post in eine „zu erledigen“ Schachtel.
  • Auch leere Pakete direkt falten und ins Altpapier geben. Die Inhalte am besten sofort dahin verräumen, wo sie hingehören.
  • Alltägliche Gegenstände: Handy, Schlüssel, Brille, Fernbedienungen ect. immer und sofort an ihre „Stammplätze“ legen. So müssen sie nicht gesucht werden.
  • Arbeitsflächen und Tische kurz abwischen.
  • Spül- und Waschbecken flink mit einem feuchten Tuch nachwischen.
  • Flecken auf dem Badezimmerspiegel entfernst du leicht, indem Du sie sofort, bevor sie trocknen, abwischt. Besonders gut eignen sich Mikrofasertücher.
  • Die Haare in der Bürste sofort entfernen und wegwerfen.
  • Sofakissen auf schütteln und die Decke zusammenlegen.
  • Auch unser digitaler Alltag ruft nach Erledigungen, deshalb beantworte Nachrichten, bei denen eine kurze, schnelle Antwort ausreichend ist, direkt.
  • Halte Ordnung in deinem eMail Postfach. So hast du eine bessere Übersicht.
  • Notiere dir zu erledigende digitale Aufgaben auf einem Zettel (da ist er wieder 😉), damit du die, wenn du dich an deinen PC, den Laptop oder das Tablet setzt, gebündelt erledigen kannst und nicht erst zusammen suchen musst. Außerdem spart es Zeit, sich nicht mehrere Male in unsere verschiedenen Accounts einwählen zu müssen.
  • Passwörter sollten, wenn du sie nicht im Kopf hast, schnell zur Hand sein.

Die 1-Minuten-Regel, das sind kleine Schritte, die aber eine große Wirkung zeigen und uns ein wohliges und gutes Gefühl hinsichtlich unserer Ordnung schaffen.

Viel Freude wünscht dir Angelika aus Dortmund

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