3 Profi-Tipps für nachhaltigen Konsum und Ordnung

 In Allgemein

3. Teil unsere 3 teiligen Blog-Serie

von Sarah Amtsberg, Region Bielefeld

 

Ordnung halten – drei nachhaltige Tipps vom Profi

Im letzten Artikel ging es um nachhaltig Aussortieren und Entsorgen. Nun bist du sicher schon neugierig, wie du deine Ordnung beibehalten kannst.  

In diesem Beitrag geht es nicht um das Aufräumen oder um Routinen, sondern um Konsum und wie stark dieser deine Ordnung beeinflusst.  

Dies sind meine 3 Experten-Tipps für mehr Nachhaltigkeit: 

  

Meine klare Ansage: Weniger kaufen!

Weniger ist mehr! Das gilt auch für neue Dinge.  

Du hast fleißig ausgemistet, dich von vielem getrennt und nun endlich mehr Platz in deinen Schränken – das soll auch so bleiben!

Darum frage dich bevor du etwas Neues kaufst, ob du es WIRKLICH haben musst.

Mal ganz ehrlich: Wenn du schon 5 Schals im Schrank hast, dann brauchst du keinen 6ten!

  

Online kaufen – das geht auch als Kompakt-Bestellung!  

Die Versuchung ist groß … nur ein Klick und schon ist das Objekt der Begierde bestellt. Wer oft und viel bestellt, merkt das nicht nur zwangläufig auf dem Bankkonto, sondern auch an dem Stapel Kartons, der immer größer wird.

Der momentan große und sehr beliebte Online-Shop bietet meist die Möglichkeit, alle Bestellungen in einen Paket zusammen zu versenden statt vieler kleiner. Das ist gut so! Der einzige Nachteil ist: Du musst 1-2 Tage länger warten.  

Na und? Weisst du eigentlich noch, was Geduld ist …? Der große Vorteil für unsere Umwelt ist: du sparst jede Menge Verpackungsmüll ein!

  

Der Vorteil einer Wunschliste 

Schreibe dir alles auf, was du (Online) kaufen möchtest. Nach einiger Zeit prüfst du, ob du alles von der Liste immer noch brauchst und bestellst dann alles auf einmal. Einige deiner Wünsche wirst du vor der Bestellung ganz sicher streichen, weil sich dein dringendes Bedürfnis bereits erledigt hat ;-).

  

Ausleihen oder Mieten statt kaufen!

Dinge die selten gebraucht werden kann man sich auch mal ausleihen: Entsafter, Hochdruckreiniger, aber auch Bücher oder Spiele. Vieles kann man sich bei Verwandten, Freunden, im Baumarkt oder auf Onlineplattformen leihen (das Zurück-Bringen organisieren und nicht vergessen 😊!). Wer sich viel leiht oder gerne Dinge an andere verleiht, sollte sich eine Liste mit „geliehen von…“ und „verliehen an…“ im Kalender anlegen.

 Ja, genau. Aber wie verbessere ich jetzt meine Nachhaltigkeit?

Ganz klar: Nachhaltiger kaufen ist besser für die Umwelt. Und für deine Gesundheit!

Dies sind meine 3 Tipps, wie dein Konsum wirklich nachhaltiger wird: 

  

Tipp 1: verpackungsfrei einkaufen 

Mittlerweile gibt es immer mehr Unverpackt–Läden. Du kannst dort alles Mögliche in mitgebrachte Schraubgläser oder Tupperdosen füllen: Müsli, Nudeln, Kaffee und vieles mehr. Ich bevorzuge Glasbehälter, da ich versuche, auf Plastik zu verzichten.  

Auch in den Supermärkten gibt es immer mehr Produkte ohne Verpackung, vor allem Obst und Gemüse. Nutze Obstbeutel aller Art, auch ein vorhandenes Kartoffel- oder Zitronen-Netz kann dienlich sein. Oder eine Schale, in der du mal Weintrauben gekauft hattest. Nimm dir für deinen nächsten Einkauf ein bisschen mehr Zeit und bereite dich darauf vor, möglichst viele Verpackungen zu sparen! 

  

Tipp 2: selbst Kochen 

Selbst kochen spart definitiv eine Menge Müll! 

Ein Beispiel:  Eine Fertigpizza ist in einem Pappkarton und dazu noch in einer Plastikfolie verpackt! Wahnsinn! Einmal einpacken und dann in den Müll! 

Machst du die Pizza selbst, brauchst du dazu Mehl, Wasser, Hefe, Gemüse und Käse. Mach dir bewusst: Bis auf die Hefe kannst du alles ohne Verpackung kaufen! Mehl kommt ins Schraubglas, Wasser aus dem Hahn, Gemüse in den Obstbeutel und der Käse in eine Frühstücksdose. 

Am Anfang mag es etwas aufwendig klingen … doch das ist es wirklich nicht! Im Gegenteil: im Unverpackt-Laden geht es viel ruhiger und leiser zu als im Supermarkt. Es macht richtig Spaß, in Ruhe durch das Sortiment zu stöbern. Wenn du das nicht magst: selbst der nachhaltige Umgang im Supermarkt ist leicht, wenn du dich bewusst dafür entscheidest und einfach nachhaltig mitmachst!

  

Tipp 3: Gebraucht statt Neu

Der Kleinanzeigen Markt und auch viele Online-Portale bieten eine große Auswahl an gebrauchten Dingen. Der Vorteil: Du vermeidest, daß Waren neu produziert werden und schonst dabei auch noch deine Geldbörse. Wenn du zusätzlich auf Verpackungen verzichten möchtest, solltest du nach regionalen Produkten schauen und diese – wenn möglich – persönlich abholen.

  

Zum Schluss!

Das waren eine ganze Menge Tipps und Infos für dich.  Suche dir für den Anfang lieber nur ein oder zwei Bereiche heraus, die du leicht umsetzen kannst … damit du motiviert bleibst und deine Gewohnheiten langfristig umstellst. Das ist das Ziel :-).

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